einer Fahrt zur jährlichen Kur nach `Wildbad´ ließ ersich aus Kostengründen nicht von seinem Chauffeur, sondern von seinem Sohn Carl-Heinrich fahren. In einem Ort, den sie passierten, wurde gerade ein hoher Gast aus Berlin erwartet. Die Bevölkerung säumte – Hakenkreuz-Fähnchen in der Hand – den Straßenrand. Als Düker Flint mit seiner ´Staatskarrosse´ nahte, wurden umgehend die Fähnchen geschwenkt. Adolph Flint nutzte die Gunst der Stunde. Er nahm den Zylinder ab, schwenkte diesen und grüßte gnädig ´sein Volk´. Als Vater Flint die Situation genügend ausgekostet hatte, gab er seinem Sohn die Order `gib Gas`. Ärger wollte man doch vermeiden.
Adolph Flint ließ sich alljährlich von einem seiner Kinder zur Kur fahren, die dann natürlich im gleichen Hotel wohnten, aus Ersparnisgründen allerdings wie Fahrer logierten und beköstigt wurden. Trotzdem war der Chauffeursposten alljährlich sehr begehrt, versprach er doch eine lange Fahrt in einem tollen Auto und Abwechslung vom täglichen Einerlei

In der schweren Zeit half `Düker Flint` seiner Heimatstadt……

…z.B.als die britische Besatzungsmacht die Zerstörung des alten Hamburger Elbtunnels verlangte, der damaligen Nabelschnur zwischen Stadt und Hafen. Flint war an diesem `Werk` beteiligt. Ein lauter Knall, eindringendes Wasser und aufstiebende Schuttwolken bestätigten die Ausführung des Befehls. Als die Engländer ihren Entschluss wenig später bitter bereuten, gelang die Wiederherstellung des Elbtunnels überraschend schnell. Eine perfekte Zerstörung war inszeniert, tatsächlich hatte man den Tunnel aber nur geflutet. Als die Tommies, wie die Engländer damals allgemein genannt wurden, die Werkzeug-Maschinen von Blohm& Voß als Kriegsbeute nehmen wollten, war Berger Flint zur

Bergung eines Bugsierschleppers auf der Elbe vor den Docks von Blohm & Voß
Zuerst die Mitarbeiter, dann die Familie…..

……..hieß es bei Flint auch vor der Währungsreform 1948, als man besonders viel zu tun hatte. Leider zahlten die Kunden in Reichsmark, und eben die litt an galloppierender Schwindsucht. In jener Zeit war es keine Seltenheit, dass die Mitarbeiter nach erhalt ihres Lohnes sofort zum Einkaufen gingen, um wenigstens noch etwas Gegenwert zu bekommen. Adolph Flint war stolz, als er seiner `Guste`(Augusta) vermelden konnte: `wir haben es wieder geschafft, alle haben ihren Lohn erhalten!`Worauf Augusta Flint erwiderte: `Ja, Adolph, nur für uns ist nichts mehr da, wovon kaufe ich jetzt ein?`

Adolph Flint trieb seine Späße auch in brauner Zeit.

…..Düker Adolph Flint leistete sich damals aus gesundheitlichen Gründen, wie er sagte, weil er einen Schlaganfall glimpflich überstanden hatte, mit einem `Adler Diplomat´ ein damals sehr großes Auto. Bei

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