und dem Bergungsgeschäft.

Die Firma florierte auch unter der Leitung von William Flint (I). Dessen Sohn Adolph hatte nach der Lehre im Schlosserhandwerk und im Maschinenbau sein Ingenieurstudium abgeschlossen. Bevor er in den väterlichen Betrieb kam, sammelte er Erfahrungen bei der Ableistung des Militärdienstes und seiner Taucherausbildung bei der Kaiserlichen Marine. Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges baute er noch eine ältere Slipanlage in ein modernes Patentslip um. Nach Ausbruch des Krieges zog die Kaiserliche Marine Adolph Flint, einige Mitarbeiter sowie die Bergungsdampfer Taucher Flint II und III für Bergungsarbeiten in der Ostsee und später in den baltischen Staaten heran. Unter teilweise primitiven Bedingungen waren viele interessante Bergungs- und Hebungsarbeiten durchzuführen. In Rumänien wurde Adolph Flint später für den Chef des Feldeisenbahnwesens, der auch die gesamte Schiffbergung unter sich hatte, tätig. Am Donautor bei Turnu Severin waren innerhalb kurzer Zeit 58 versenkte Schiffe zu bergen. Der Schiffsführer und Taucher Martin Flint, Sohn von Harry Flint, diente im Ersten Weltkrieg auf dem „Kleinen Kreuzer Emden“ (1), der im ersten Kriegsjahr im Indischen Ozean und in der Südsee Landanlagen zerstörte und Schiffe versenkte. Kaiser Wilhelm I verlieh allen überlebenden Besatzungsmitgliedern den Titel „Emden“, so dass er sich fortan Martin Flint-Emden nennen durfte.

(Die Geschichte der "S.M.S. Emden" fand ihren Weg in Buch und Film. So z.B. das spannende Buch von R.K. Lochner „Die Kaperfahrten des Kleinen Kreuzers Emden“ und der Film "13.000 Kilometer - Die Männer der Emden")

Der gewaltige Aufschwung machte zur Jahrhundertwende eine Betriebserweiterung notwendig. Am Ellerholzdamm 15-19 wasserseitig am Reiherstieg – noch heute Firmensitz – entstand ein neuer Betrieb; die bisherige Anlage übernahm Heinrich Brandenburg. Aus den Jahren 1897/98/99 ist bekannt, dass die Werft „M.A. Flint“ je ein größeres Binnenschiff für Eigner an der Elbe und Ilmenau baute. Die Bergungsflotte wuchs um eine Kranschute mit dampfbetriebenem Kran und zwei weitere Schiffe. Ein in der Nordsee geborgenes Fahrzeug wurde mit Pumpen, Bergungseinrichtungen und Dampfantrieb ausgestattet und als Taucher Flint II in Dienst gestellt. Ende 1910 wurde die bei Cuxhaven gestrandete Tjalk Welvaart geborgen. Diese wurde dann übernommen und auf der eigenen Werft zum Taucher- und Bergungsschiff Taucher Flint III umgebaut. Dieses Schiff schied erst 1994 aus der Flint-Flotte aus. Das zuletzt als Lieger genutzte Fahrzeug soll jedoch als Museumsschiff erhalten bleiben. 1912 übergab der Firmengründer in seinem 85. Lebensjahr das Unternehmen an seinen Sohn William Flint (I). Bis zu seinem Tode am 1.September 1920 nahm „Düker Flint“, wie Martin Adolph Flint im Hamburger Hafen genannt wurde, regen Anteil an der Werft

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