Werftmodernisierung für neue Aufgaben

Am 1. Januar 1919 wurde Adolph Flint, Sohn von William Flint (I) – Mitinhaber der Firma, die nach und nach ausgebaut und modernisiert wurde. Alle Aufschleppen wurden in moderne Patentslips umgebaut und die Maschinenwerkstatt erweitert. Neue Stanzen und Scheren kamen vor allem dem Schiffbaubereich zugute. Damit war man für die Motorisierungsphase der Küstenschiffsflotte gerüstet und schuf sich hier einen großen und wachsenden Kundenstamm. Um die in die Segler eingebauten Motoren schneller zu amortisieren und den dafür benötigten Platz zu schaffen, ließen die Eigner ihre Schiffe meist auch gleich verlängern. Auch diese Verlängerungen wurden auf der eigenen Werft durchgeführt.
Die Bergungsfirma übernahm am 30. November 1926 den von der Schiffswerft Oelkers gebauten Bergungsdampfer Taucher Flint I, der den alten `Adolf` ersetzte. Wenig später, am 9.Februar 1927, starb nach längerer Krankheit William Flint (I) Alleininhaber war nun Adolph Flint. Ab 1931 standen ihm seine ältesten Söhne William (II) –im Werftbetrieb - und Carl-Heinrich–im Bergungs- und Tauchergeschäft zur Seite.
Das 1939 beschlossene Vorhaben, auf der eigenen Werft einen neuen Bergungsdampfer zu bauen, wurde trotz der schweren Zeiten (Anfang des 2.Weltkrieges) in die Tat umgesetzt. Am 7.Oktober 1944 lief der Bergungsdampfer Adolph vom Stapel. Ein Bombentreffer verursachte kurz vor der Fertigstellung so erhebliche Schäden, dass der Neubau erst am 12.September 1945 mit einer Sondererlaubnis der britischen Besatzungsmacht als erstes Seeschiff nach
Bergung des gekenterten HAPAG- Schleppdampfers Kuhwärder am 4. September 1909 auf der Elbe. Taucher Flint barg den Dampfer innerhalb von acht Tagen.
Adolph Flint
Adolf, Carl-Heinrich und William Flint (II)

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